Folge 10 – In der Harmonie

Aktualisiert: vor 2 Stunden

 

Liebe Weggefährten,

 

Ich bin spät dran heute, habe es erst nicht aus dem Bett geschafft und als ich es endlich geschafft hatte, bin ich eine Viertelstunde lang völlig verpeilt von A nach B gelaufen. Was ist los?

"Prozess", sage ich lakonisch, ich kenne das ja schon.

 

Sich auf neues Denken einzulassen, mal ordentlich am Baumstamm zu rütteln, das macht etwas mit einem. Und wir sind gerade mittendrin; wir haben auf dieser Reise durch die Raunächte einige Hürden bereits genommen, aber ein Stückchen Sprintstrecke liegt noch vor uns. Machen wir weiter?

 

Im Blogbeitrag "Mein schöner Brief" habe ich ja zusammengefasst, wo wir jetzt stehen, wie wir uns in unserer neuen Welt fühlen und wie wir mit dem Kosmos sprechen können. Leicht, offen, authentisch, kein unangemessenes Fordern. Also Ego-frei.

 

Welche Bedeutung hat dieser Kosmos in unserem Alltag?

 

Denn darum wird es letztlich bei der Selbstheilung gehen: Wie ändere ich meinen ganz normalen Alltag so, dass ich nichts Radikales tun muss, dass ich meine Verantwortung, meine Aufgaben, meine Rhythmen weiter wahrnehmen kann, ohne dass ich für das Thema Selbstheilung noch ein weiteres Zeitsegment freischaufeln müsste.

 

Dennoch betrifft diese Veränderung das "immer". Es wird zur Lebenseinstellung.

 

Heute werfen wir einen schärferen Blick auf diesen Sammelbegriff Kosmos. Wer ist das? Wer steckt dahinter, in welcher Beziehung steht er zu mir, dem kleinen Ich?

 

Der Kosmos ist Bewusstsein.

 

Das habe ich mehrfach erwähnt, das ist schon verstanden. Es ist in erster Linie ein fühlendes Bewusstsein mit dem Zusatz, dass es auch denkt. Alles ist Bewusstsein. Die Natur, die Materie, wir Menschen. Wir haben durch unsere Sprachbegabung die Fähigkeit, das gefühlte kosmische Bewusstsein in Bilder und Worte umzusetzen. Diese Zusammenführung nennen wir (im kosmischen I-Ging*) den gesunden Menschenverstand. Das Irdische und das Kosmische arbeiten harmonisch zusammen.

 

Der Kosmos ist eine Ordnung.

 

Diese Ordnung besteht aus sehr einfachen Prinzipien, die der Gesamt-Harmonie dienen. Die drei wesentlichen (es gibt noch wenige mehr) sind: Gleichwertigkeit. Einzigartigkeit. Bescheidenheit. Wenn diese drei Kräfte (in einer Situation/Beziehung) wirken dürfen, entsteht jene Form der Anziehung, die das große Ganze zusammenhält. Diese Anziehung der komplementären Kräfte ist letztlich Liebe.

 

Alles was in Einklang mit diesen Prinzipien ist, fließt zurück in das große Ganze, erweitert es, bereichert es durch deine persönliche Erfahrung. Wer sollte da sagen, dass wir keinen Anteil haben am großen Spiel? Nur anders, als wir es vielleicht gelernt haben: Nicht etwa durch lautes Hervortun und Geklappere (Ego), sondern durch besonnenen und liebevollen Umgang mit allem, was uns auf dem Weg begegnet.

 

Konflikte.

 

Wir kennen das alle: etwas/jemand hat uns verärgert, wir reagieren spontan und höchstwahrscheinlich mit der Kraft eines verletzten Egos. Die Gegenreaktion wird gleicher Art sein: Ego trifft auf Ego und die Sache eskaliert. Oft erkennen wir erst im Zustand völliger innerer Erschöpfung, dass es weder uns selbst, noch dem anderen, noch dem Ganzen gut getan hat. Diese innere Erschöpfung ist es auch, die uns aus der Heilung herauskatapultiert.

 

Ich halte mich kurz: Gleichwertigkeit erklärt sich von selbst. Wir könnten an dieser Stelle für uns selbst überprüfen, inwieweit wir dieses Prinzip respektieren. Besonders im zwischenmenschlichen Bereich, aber auch im Bezug zur Natur, stellen wir uns unbewusst gerne auf eine höhere Stufe. Nicht tun!

 

Einzigartigkeit ist ein einfaches und klares Wort, aber durch viele Rädchen, die in unserer Psyche gestellt wurden, ziemlich verschleiert. Dieses Prinzip besagt schlicht und einfach, dass wir nichts "werden müssen". Wir sind. Einzigartig. Es ist ein Erinnerungsvorgang. Wir begeben uns direkt in diese Erinnerung, ohne lange in Vergangenem herumzuwühlen.

 

Bescheidenheit wird schnell bei den Benimm-dich-Regeln eingeordnet. "Lass das letzte Stückchen Kuchen liegen, das gehört sich nicht..." Aber es ist im kosmischen Sinne anders gemeint: Bescheidenheit erinnert uns daran, dass wir eine Situation nicht nur aus der unmittelbaren (irdischen) Sicht betrachten, sondern den größeren, gefühlten Kontext miteinbeziehen. Worum geht es wirklich? könnte die Zugangsfrage lauten.

 

Diese drei Prinzipien sind Resonanzfelder. Wenn du dir einen Augenblick Zeit nimmst, wirst du sie fühlen können.

 

Eine Übung:

Erinnere dich an einen Streit. Wiederum: wähle nichts Schwerwiegendes, vielleicht einen Streit um einen Parkplatz oder so etwas.

Playback.

Nun überprüfe die drei Prinzipien in deinem Schwingungsfeld. Hast du den anderen als gleichwertig betrachtet, oder hast du ihn xxxx genannt? Hast du einbezogen, dass alle Beteiligten einzigartig sind, du selbst? Aber der andere auch? Hast du mal kurz innegehalten und bescheiden gefragt, ob du auf der richtigen, liebevollen Spur bist? ("Ja, aber..." ist leider kein kosmisches Prinzip.)

 

Es ist nur eine kleine Übung.

Wenn du dich darauf einlassen kannst, wirst du fühlen, dass sich der "Film" verändert. Wie hätte es laufen können? Wie hätte sich das angefühlt? Wie hätte es deinen Tag verbessert? Wie lange hast du über die Situation geschimpft? Wie oft hast du sie erzählt? Das ist alles gebundene Kapazität, Kreativität, verlorene Energie.

 

Vielleicht schreibst du es in dein Heft, was übrigens in wenigen Tagen dem zeremoniellen Feuer übergeben wird. Hast du Lust, es noch etwas zu dekorieren? Wenn du gerade schnapp-geantwortet hast: "wieso, wird doch eh verbrannt...", denke einen Augenblick darüber nach! Der Angelpunkt ist Aufmerksamkeit.

 

So, die habe euch die kosmischen Harmonien (Prinzipien) näher gebracht. Jetzt dürfen sie in euch arbeiten.

 

Herzliche Grüße

Birgit

Die Raunächte mit dem I-Ging / Folge 10 

Dschen/Kien HX 25 Die Unschuld/ Keine Projektion von falschen Erwartungen

 

 

Da sind wir wieder!

Hallo und danke für deine Ausdauer, über die 12 Raunächte diesen Prozess zu durchlaufen.

Ich habe zufällig gestern etwas über das "durchlässige Ich" von der amerikanischen Psychologin Frances Vaughan gelesen. Ich war sehr erstaunt, dass vieles von dem, was die Psychologin schreibt, nahezu deckungsgleich mit den Botschaften des Weisen ist. Auf den Punkt gebracht sagt Vaughan, dass die Menschheit jetzt vor der Wahl steht zwischen dem "Durchlässigwerden des Ich" und dem Tod aller biologischen Lebens auf diesem Planeten! Sie hat die Gefahr, die von ungebändigten Egos ausgeht, klar benannt.

 

Die Unschuld/Keine Projektion von falschen Erwartungen

Nach dem doppelten Hexagramm Der Schock spricht der/das Weise heute von Unschuld, von Erwartungen und Projektionen. Mit diesem Hexagramm erreicht uns die Beschreibung des Zustands, wenn wir in unserer Mitte sind. Der/das Weise schickt uns damit ein positives Signal, dass wir erste Hürden geschafft haben! Wie gut sich das anfühlt!

 

Die Unschuld beschreibt einen inneren Zustand, aus dem heraus man sich einer Situation oder einem Menschen ohne Vorurteile nähern kann. Es ist ein Zustand der Neutralität. Wir sind nicht gefangen in Wollen oder Nicht-wollen, sondern wir betrachten die Situation mithilfe des Kosmos. Noch konkreter sagt uns das weise Feld, dass wir nichts beurteilen sollen, bevor wir nicht durch unser Gefühl (die kosmischen Helfer) zu einer klaren Unterscheidung gelangt sind, also zu einem gefühlten Inneren Nein oder zu einem gefühlten Inneren Ja.

Das klare Ja bedeutet uns, dass die von uns wahrgenommene Situation in Einklang ist mit den kosmischen Harmonien. Der Abgleich zwischen unserer und der kosmischen Wahrheit zeigt uns durch unser Gefühl an, dass wir den Kosmos gehört haben und er uns positiv signalisiert. Das fühlt sich gut an.

Ein klares Nein warnt uns vor der Verzerrung dieser Wahrnehmung durch unser Ego, das Ego der anderen Beteiligten oder des kollektiven Ego. Jeder von uns hat es schon erlebt: nicht immer ist der erste Eindruck umfassend oder richtig! Dann haben wir ein vorschnelles Urteil auf Äußerlichkeiten gestützt. Und manchmal ist der erste Eindruck besonders klar, weil eben noch nichts über den anderen wissen. Die Wahrnehmung ist die der Unschuld. Wir haben nur gefühlt. Ein freundliches: "Wer bist du?"

Wenn man falsche Erwartungen hegt, werden diese in die Wirklichkeit hineinprojiziert und erzeugen eine verzerrte Situation und daraus wird- das wissen wir jetzt schon- widriges Schicksal. Und zwar auf der Seite des Projizierenden.

 

Die Unschuld

beschreibt den natürlichen Zustand eines Menschen, bevor er vom kollektiven Ego konditioniert wurde. Es handelt sich um ein Fühlprogramm, dass instinktiv die richtige Antwort auf alle Dinge weiß.

Vor diesem sensiblen Fühlprogramm hat das kollektive Ego keinen Respekt! Es fällt Entscheidungen, es urteilt nach Belieben und zieht alles vor, was seine Macht untermauert.

Das weise Feld sagt uns in diesem Hexagramm, dass es die Verantwortung und Aufgabe jedes Einzelnen ist, zu seiner Unschuld zurückzukehren.(Das sagt die oben angeführte Psychologin Frances Vaughan auch!) Auch sie warnt uns davor, falsche Gedanken auf eine Situation oder auf einen anderen Menschen zu projizieren. Das plakatives Beispiel aus dem I-Ging lautet: wenn wir jemanden mitleidig ansehen, projizieren wir gleichzeitig, dass er hilflos sei.

 

Denk- und Fühlbewusstsein

Unsere ursprüngliche Natur, die aus einem Fühl- und einem Denkbewusstsein besteht, ist per se unschuldig, d.h. in Einklang mit den kosmischen Harmonien. Das Denkzentrum ist unser Großhirn. Das Fühlzentrum ist unser Herz. Eine pendelartige hin und her Bewegung zwischen diesen beiden Zentren ermöglicht uns, in unserer Mitte zu bleiben.

Erlaubt ein Mensch jedoch seinem Ego das Denkzentrum zu übernehmen, bemächtigt sich dieses seiner Gefühle. Es stellt sie sozusagen in den Dienst seiner eigenen Interessen. Hier liegt die Quelle für Emotionen wie Hass, Neid, Mitleid, Eifersucht u.ä.

Über einen Weg aus dieser Sackgasse haben wir schon gesprochen:

Wir bitten den Kosmos um Hilfe und sagen unser dreifaches Inneres Nein zu der Situation oder zu einem Menschen. Auch hier sei angemerkt, dass es noch wesentlich tiefergehende Lösungen im

I-Ging und in der Focusing Arbeit gibt, aber sie würden den Rahmen eines Blogs sprengen.

 

Um eine fühlende Beziehung zum Kosmos aufrecht zu erhalten, gibt uns der/das Weise heute klare Anweisung:

Sage das Innere Nein, wenn es geboten ist. Streite nicht.

Ziehe dich immer vom Ego Verhalten zurück. Rechtfertige nichts.

Gehe stattdessen dorthin, wo es sich harmonisch anfühlt. Fühle.

 

Hier sei noch einmal angemerkt, dass der/das Weise sich sehr bemüht, uns in der Welt zu halten. Wir sind nicht aufgefordert, uns aus dem weltlichen Geschehen zurückzuziehen. Ganz im Gegenteil. Wir sind aufgefordert, unsere Herausforderung zu erkennen, um Hilfe zu bitten und sie dann zu meistern. Irgendwann geschieht dieser Austausch von um Hilfe bitten und etwas im Alltag umsetzen als fließende Bewegung. Unsere Chi Energie beginnt zu fließen. Jedes Jammern, "warum denn immer ich...", "jetzt muss es doch mal langsam gut sein...", "ich hab doch schon so viel gemacht..." ist eine Unterbrechung dieses Flusses und lässt auf eine Unterbrechung durch das Ego schließen. Seid wachsam!

 

Komische Belohnung gibt es nicht!

In diesem Hexagramm spricht der/das Weise auch von jemanden, der Lob, Geschenke oder Hilfe vom Kosmos erwartet, weil er annimmt, sich wohl verhalten zu haben. Aber schon das Erwarten einer Gegenleistung ist nicht in Einklang mit dem Kosmos. Hier gibt es keinen Kuhhandel, "Wenn ich ...tue, dann gibst du mir...!"

Wer spricht da wohl? Jawohl, das Ego. Es will schon wieder etwas.

 

Wenn ein Mensch etwas fordert, erwartet oder will, zieht der Kosmos sich sofort zurück. Oft denkt der Mensch dann, er würde ungerecht behandelt, aber eigentlich sagt der Kosmos ihm, er solle sein Selbstbild überprüfen. Selbstbilder haben die (Fehl-)Funktion, uns ein Gefühl von Identität zu geben. Dahinter verbirgt sich immer das Ego. Es gibt unzählige Selbstbilder, beispielsweise das des guten Menschen, es gibt Selbstbilder, die mit Berufen und gesellschaftlichem Staut verbunden sind und es gibt negative Selbstbilder, wie beispielsweise das des Versagers, des Nichtkönners, des Ungeschickten, des Häßlichen, des zu Dicken...und so weiter und so fort.

Das Aufdecken von falschen Selbstbildern und ihr Auflösen sind tiefere Coaching Themen, auf die ich hier leider nicht näher eingehen kann. Aber ich versichere dir, dass es eine lohnenswerte Arbeit für dich selbst sein wird.

 

An dieser Stelle werden wir noch einmal an das Hexagramm Der Wanderer (Folge 8) erinnert, der durch sein Leben geht, ohne sich an irgendetwas zu klammern. Er geht allein. Er ist sich seiner kosmischen Gaben bewusst und er weiß, dass ihm alles zufließt, was er braucht. Dieses Urvertrauen zu entwicklen und beizubehalten ist bei den vielen Ereignissen, die täglich auf uns einstürmen, nicht einfach. Aber es ist möglich. Wir können das schaffen und es lohnt sich!

Der Kosmos wird deine Miete nicht zahlen, aber er wird dir einen Weg zeigen, wie du es ohne Mühe schaffen kannst, diese zu erwirtschaften.

Hier begegnen wir dem Element Kontrolle, dem wohl stärksten Mechanismus des individuellen Ego. Es traut niemandem und nichts und glaubt, dass es alles selbst und ohne Hilfe (vom Kosmos) entscheiden muss-- und darf!

Falls du noch einmal genauer nachlesen möchtest, wie das kollektive und das individuelle Ego funktionieren, dann schau noch einmal bei Folge 9 vorbei.

 

Ego-Emotionen

Wenn sich das Denkbewusstsein über das Fühlbewusstsein erhebt, kommt es zu sogenannten Ego- Emotionen. Sie haben ihren Ursprung in der verdrehten Wirklichkeitswahrnehmung des Ego. Es sind Energieräuber, sie schwächen uns und unseren Organismus.

Interessant ist der Gedanke, dass es nicht nur negative Ego-Emotionen gibt (wie Hass, Neid, Eifersucht zum Beispiel), sondern auch unvorteilhafte positive Ego-Emotionen, wenn zum Beispiel aus Empathie Mitleid wird oder aus Liebe ein Besitzanspruch wird.

 

Das I-Ging macht uns deutlich, dass alles Leiden seine Wurzeln im Ego hat!

Bei Ego-Emotionen handelt sich immer um falsche Gedankenformen (siehe Folge 2), die den Einzelnen von seinen kosmischen Helfern trennen. Wir erinnern uns: die kosmischen Helfer (und auch der Weise) ziehen sich zurück, sobald sich das Ego mitmischt.

Das Ego operiert gerne mit Ängsten, die es in unsere Psyche installiert. Dazu gehört die Angst nicht genug zum Leben zu haben, die Angst abgelehnt und ausgeschlossen zu werden, die Angst vor der Endgültigkeit oder auch die Angst vor dem Tod. Alle diese Ängste werden meistens schon früh in der Kindheit in unsere Psyche eingepflanzt und wir haben ein Leben lang Mühe, sie wieder loszuwerden. Sie sind an Weltbilder und an Selbstbilder geknüpft, die angeblich beweisen, wie das Leben funktioniere. "So ist das halt!"

Hier mischt das kollektive Ego auch ganz gut mit: Im Elternhaus, in der Schule, in der Ausbildung, in der religiösen Erziehung, in den Medien. Von Generation zu Generation werden Grundwerte einfach weitergetragen, ohne dass das Weltbild jemals hinterfragt würde. Der Kosmos bleibt schlicht und ergreifend unerwähnt und irgendwann existiert er dann gar nicht mehr.

Ich finde mich immer wieder in Situationen, wo ich mit aufgerissen Augen angeschaut werde, wenn ich den Kosmos mit meiner Selbstverständlichkeit erwähne. Dann staune ich, wie sicher sich mein Gegenüber ist, dass ich ein bisschen "ver-rückt" bin. Das Denkbewusstsein regiert.

Dadurch bilden sich starre Verhaltensmuster und wenn ein Individuum versucht, diese zu hinterfragen, wird es mit den Lieblingswaffen des Ego angegriffen: Schuld, Scham und Zweifel.

Die Anwesenheit von Angst deutet immer darauf hin, dass das Ego beteiligt ist.

Ihr könnt euch vorstellen, dass das Programm der Ego-Emotionen noch sehr viel länger und komplexer ist. Aber wiederum: dies ein BLOG Beitrag im Rahmen der Raunächte. Aber ich plane einen Workshop zum Thema und werde ihn rechtzeitig bekanntgeben.

 

(...) Noch eine kleine Aufgabe für die Raunächte?
  • Die Raunächte haben den Altvorderen mächtig Angst gemacht. Plötzlich war da dieses Loch im Kalender (Differenz zwischen Mondjahr und Sonnenjahr). 12 Nächte der Zeit- und Raumlosigkeit. Also haben sie alles getan, um den bösen Geistern nicht aufzufallen. Demütigst haben sie Haus und Hof und auch sich selber gereinigt.

  • Diese Angst vor bösen Geistern haben wir heute nicht mehr, aber dafür macht das Ego uns mehr Angst als je zuvor. Es ist mächtig und fett geworden. Es hat so viele Kanäle wie noch nie.

  • Denke kurz darüber nach: Welche Ängste treiben dich um? Welche kommen immer wieder? Du musst an dieser Stelle nicht tief einsteigen, sondern betrachte die Ängste einmal aus der Distanz. Betrachte sie mit derselben Neutralität, mit der du beispielsweise deinem Wintermantel betrachtest.

  • Versuche zu sehen, dass es ein Ego-Mechanismus sein könnte, der dir immer wieder Angst macht. Erinnere dich noch einmal an das Bild der kleinen Katze, die ihr Spiegelbild anfaucht.

  • Sag das Innere Nein zu deinem Ego.Sag das Innere Nein zum kollektiven Ego. Bitte den Weisen, dir die richtigen kosmischen Helfer zu schicken. Lass sie arbeiten. Tue weiter nichts. Freu dich einfach.

Viel Erfolg dabei! Das ist eine wichtige Übung.

 

 

Ihr seid alle sehr engagiert! Ich weiß das zu schätzen. Ich würde so gerne wissen, wie es euch mit den Texten ergeht. Kommt ihr mit? Habt ihr noch spezielle Fragen?

 

Denkt daran, am 6. Januar etwas Zeit einzuräumen für eine kleine abendliche Feuerzeremonie.

 

Bis dahin Grüße ich euch herzlich und freue mich auf die letzen beiden Folgen und die anschließende Feuerzeremonie. Bis morgen also zu Folge 11.

 

herzlichst,

Birgit

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