Die Kunst des Nein–Sagens


Hallo ihr Lieben,

ich weiß nicht, wie ihr das empfindet, aber die Zeit ist unruhig, oder...?

Es schwebt so etwas Undefinierbares, Angstvolles im Raum und jeder scheint es zu erfassen. Oben und unten vermischen sich und Welten scheinen einander zu durchdringen.

Wir können es kaum verbalisieren, geschweige denn zuordnen. Corona muss immer mal wieder als Begründung herhalten, aber vielleicht liegt die Ursache noch tiefer.


Vielleicht – frage ich mich – erleben wir gerade einen (zwischenmenschlichen) Umbruch von ungeheurem Ausmaß, aber er zeigt sich nicht als äußere Katastrophe. Es ist eher eine schleichende, sehr mächtige Veränderung auf innerer Ebene.


Ich habe gestern einen Wind und Wetter Spaziergang gemacht und habe mich – in Gedanken verloren – mal wieder verlaufen. Mich beunruhigt das längst nicht mehr, weil ich mich daran gewöhnt habe, dass ich plötzlich meine Umgebung nicht wieder erkenne. Aus der Fülle meiner Gedanken sieht dieselbe Landschaft plötzlich ganz anders aus und ich könnte schwören, dass ich an dieser Stelle noch nie im Leben gewesen bin. (Als Zeuge bin ich schon mal vollends untauglich, so viel steht fest.) Vielleicht gerade deshalb, weil nichts feststeht!


Als ich dann während des Spazierens das dritte Mal die Frage, ob ich irgendwo Pilze gesehen hätte, mit "nein" beantwortet hatte, da war ich plötzlich beim eigentlichen Thema:

Das Nein – Sagen.


Wenn ihr den ein oder anderen meiner Blogs mal überflogen habt, wißt ihr auf jeden Fall schon, dass ich mit dem kosmischen I-Ging arbeite. Es ist über die Jahre zum Hintergrund-Klang für meine Suche nach innerer Stabilität geworden.


Einer der zentralen Gedanken dieses philosophischen Buches ist das sogenannte Innere Nein. Davon will ich schreiben, denn es ist eine große Hilfestellung in Zeiten wie diesen, wo niemand weiß, wo genau es hingeht, in Zeiten, da wir feststellen, dass die einfachen Regeln eines friedlichen Miteinanders in jeder kleinen Interaktion gebrochen werden. Einfach so!

Unachtsam. Egoistisch. Unnachgiebig.


Es will scheinen, dass wir verrohen.

Denn wenn andere anfangen, alle Werte über den Haufen zu werfen, muss ich doch irgendwie mitziehen, sonst werde ich überrannt. Der Umgangston verschärft sich, die Umgangsformen sind weit entfernt von dem, was wir (alle!) mit höflich, angenehm oder gar milde bezeichnen würden. Irgendwann wird jede freundliche Geste zur Mühe.


Wenn man das so jammernd ausspricht, stellen sich zwei Fragen: "Werde ich alt und fange mit dem "früher-war-alles-besser"- Genöle an? Oder suche ich nach einem Hinweis, wie ich damit für mich ganz persönlich umgehen könnte? Suchst du also nach einem angemessenen Nein?

Dann lies bitte unbedingt weiter.


Irgendwo im gefühlten Hintergrund tobt vermutlich die Frage: "Ist es denn richtig, wenn ich einfach NICHTS tue?" Da drängt sich menschlich und national - historisch die ein oder andere unbequeme Antwort auf.


Ich möchte euch den klugen Ansatz meiner kosmischen Leitstelle weitergeben; ein Ansatz, der gleichzeitig unfassbar einfach und auch irgendwie schwer ist. Schwer, weil er gegen alles geht, was wir als Mitglieder dieser Gesellschaft bis hierhin gelernt haben.


Ich bitte dich für einen Moment um deinen offenen Geist!

Lass ihn für einige Minuten durch deine innere Landschaft schweifen und werte nicht sogleich. Sei neugierig, wo es dich hintreiben könnte. An dieser Stelle können wir uns begegnen.


Dieses kosmische Bewusstsein sagt uns, dass wir eine sehr wirksame Möglichkeit haben, solchen Situationen zu begegnen, in denen Dinge geschehen, die nicht mit unserem inneren Gefühl vereinbar sind.

Dieses innerer Gefühl für Richtigkeit ist ein wesentlicher Wegweiser für einen friedlichen und gesunden Lebensweg. Und für eine friedfertige Lebensform.


Wenn das, was du entscheidest, wirklich mit deiner inneren Wahrheit übereinstimmt, lohnt es sich, dort einen Akzent zu setzen. Du bestimmst an dieser Stelle die Tonart und die Gefälligkeit deiner Melodie. Es ist eine Schwingung, in den du deinen Körper, deine Gedanken, deine Ausstrahlung versetzt und sie WIRD wahrgenommen werden. Sie wird auf ähnlich Schwingende übertragen und sie wird sich fortsetzen. So könnte man das Bild denken.


Diese Möglichkeit, die uns das Kosmische Bewusstsein anbietet ist das sogenannte Innere Nein.

Ein aus dem Herzen gesprochenes Inneres Nein ist der friedvolle Weg aus Konflikten, ist der allmähliche, aber stetige Weg zurück zu einer natürlichen Gemeinsamkeit.

Erst wenn wir uns trauen, diesen Weg zu gehen, kann ein neues Miteinander entstehen.


Einige meiner Workshop Teilnehmer haben es in ihrem Alltag ausprobiert und mir berichtet:

Auseinandersetzungen unterschiedlicher Art konnten auf diese überraschend simple Art beruhigt und häufig sogar ganz beigelegt werden. Beziehungsthemen, Schwierigkeiten im Job, innere Unruhe, ständige Bewertung von sich selbst, usw...


Wenn du für dich überprüft hast, ob es dir möglich ist, einen wohlwollenden, liebevollen und in keiner Weise feindlich gesinnten Kosmos zu akzeptieren, wird die positive Veränderung sogar noch schneller gehen.

Wenn du dich mit einem solchen Weltbild erst anfreunden musst, nimm dir die Zeit. Überprüfe es anhand deines "Bauchgefühls" Wie fühlt es sich an, wenn du ohne Einfluß von außen darüber nachdenkst? Wie fühlt es sich an, wenn dein menschliches Bewusstsein auf dieses herrliche Kosmische Bewusstsein trifft...?


Hier eine praktische Anleitung

Angenommen ein Konflikt rollt auf dich zu. Du merkst, dass dir der Kamm schwillt, du ahnst schon, dass gleich ein "Gewitter" toben wird. Halte innerlich ganz kurz an. Du hast die Zeit! Entziehe dich für einen kurzen Moment der Unmittelbarkeit der Situation.


Sprich lautlos aus deinem Herzen 3 x ein Inneres Nein gegen diese konkrete Situation.

Wende dich zuerst an die Elemente, die in dir selbst toben und sage ihnen ein entschiedenes Inneres Nein. (Höchstwahrscheinlich ist es dein Ego, das jetzt gerade aufgebracht ist. Nimm es an die Zügel.)


Dann sage 3 x das Innere Nein zur anderen Person, bzw. zu den Elementen, die dort gerade aus jeder Form von Einklang herausfallen. Drücke innerlich aus, dass du die Situation so nicht akzeptieren kannst und dass du gerne einen besseren Weg finden möchtest.

Bleibe still und beobachte, was geschieht.


Wahrscheinlich wirst du feststellen, dass sich die Wogen sofort glätten. In dir (wichtig) und im anderen. Es entsteht nämlich eine Art gemeinsamer Raum. Dieser Raum ist für beide Seite gleichermaßen wichtig und schützenswert. Das ist Respekt. Das ist Würde.

Und von hier aus gibt es immer einen Weg.

Vielleicht sogar einen ganz neuen.



Meine Lieben,

ich hoffe sehr, dass ich euch inspirieren konnte und freue mich auf eure Erfahrungen.


herzliche Grüße

Birgit












  • Schwarz Instagram Icon
  • Schwarz Facebook Icon
  • Schwarz Pinterest Icon

© 2023 by Design for Life.

Proudly created with Wix.com