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Orientierung im Zuviel

28. Sept.
2 Min. Lesezeit


Was treibt uns mehr um als die Suche nach Orientierung in einer Welt, die so wenig Geduld und Ausdauer mit sich selbst hat?

Ich habe mich in den letzten Monaten viel mit KIs beschäftigt, und heute habe ich zwei davon gekündigt. Sie kosten mich mehr Zeit, als sie mir ersparen. Und sie sind nicht gut für meinen inneren Sinn für Orientierung.


Ich habe versucht, Struktur zu finden in einem Umfeld, das keinen Sinn für Kontinuität hat. Alles ist immer wieder vergessen, und bei allem Wissensüberfluss gibt es keinen roten Faden.

Ich zapple im Zuviel.


Und ich spüre plötzlich eine tiefe Sehnsucht nach Vereinfachung.

Ich habe versucht, bestimmte Businessschritte mit KI zu organisieren, und ich bin wieder bei Bleistift und Papier.

Na ja, fast.

Was für eine Erleichterung.


Im übertragenen Sinne bedeutet das, dass wir auch unseren Kern aus dem Social-Media-Mockewasser wieder herausfischen und mal eine Grundreinigung durchführen sollten.

Man erwischt sich immer wieder dabei, dass die letzten Minuten einer Kaskade sinnloser Bilder anheimgefallen sind.

Was mir fehlt, ist klare Orientierung von innen heraus.


Ruhe wieder einführen.

Sich Langsamkeit erlauben. Atmen. Träumen.

Einen Fuß vor den anderen setzen, ohne es als Zeitverschwendung zu empfinden.


Niemand kann wissen, wohin die Menschheit sich gerade bewegt.

Wir können spekulieren und uns damit wahrscheinlich richtig mies fühlen.

Wir können uns aber – zumindest zeitweilig – von diesem nervösen Feld abkoppeln und in unserem Zentrum nachsehen, was da an unglaublichem Verstehen gespeichert ist.

Und vielleicht finden wir dort nicht nur uns selbst wieder. Wir werden auch wieder empfänglicher für die Menschen um uns herum.


Es nützt nichts, sich an einer Realität aufzureiben, die man nie ganz fassen kann.

Ich plädiere nicht für die Höhle auf der Bergspitze als Rückzugsort.

Ich plädiere für Freude und Lenkung aus dem Inneren.


Wenn wir uns selbst wieder deutlicher spüren, werden wir auch für andere wieder spürbar.

Menschen werden füreinander Orientierung, wenn sie selbst gesammelt sind.

Die Menschen, die sich hier sammeln, versuchen ihr Bestes zu tun. Davon bin ich überzeugt.

Und: Danke dafür.


Deine Orientierung ist meine Orientierung.

Ich kann mich daran ausrichten, weil ich dich spüren kann, weil ich dich verstehen kann.

Alles andere kann weg. Und du? Was darf bei dir gerade weg, damit du wieder klarer siehst? Schreib mit einen Kommentar! Wenn du solche Gedanken gern weiterverfolgen möchtest:


In meinem Newsletter ZWISCHENRÄUME schreibe ich über innere Orientierung, Veränderung und die Momente dazwischen.




 
 
 

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